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Hungerstein bei Suderode

1846 kam es durch große Dürre zur Missernte und dadurch 1847 zu einer großen Teuerung.Es musste ein Weg gefunden werden, dass die Bevölkerung etwas zum Lebensunterhalt kaufen konnte. 

Die Gemeindeverwaltung von Suderode und der Magistrat von Gernrode beschlossen, den oft grundlosen Feldweg zwischen Suderode und Gernrode zu einer festen Straße auszubauen. Im Kalten Tal bei Suderode und im Hagental wurde Straßenschotter gebrochen, der von den Bauern abgefahren wurde. Es gab Arbeitsgruppen aus beiden Orten. Bei diesem Bau wurde auch die Verbindung mit der alten Quedlinburger Straße hergestellt. In dieser Zeit stieg die Bedeutung der Kartoffel als Volksnahrungsmittel.

Der Hungerstein wurde zur Erinnerung an diese Zeit vom Mühlenbesitzer Friedrich Bormann (Fr. Bor.) aus Suderode aufgestellt. Er war der Besitzer der Stiftsmühle am Dorfausgang. Der Stein ist ein brauner Findling, 1,20 m hoch und ebenso breit. Eingemeißelt stehen zugleich mit der Mahnung "SPARE" die Getreidepreise des Jahres 1847.

S.P.A.R.E.

i.J.1847 w. d. G. P. w. f.

 

Ein Scheffel betrug etwa 104 Liter, ein Reichstaler wurde 1907 mit etwa 3 Mark berechnet.