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Butterjunfer

Die "Butter-jungfer" war ein alter Nagelstein am Weg zwischen Quedlinburg und Rieder, der nicht mehr vorhanden ist. Sein Gestein war so weich, daß in ihn bis etwa 1900 Nägel von den Vorbeiziehenden eingeschlagen wurden. Das Einschlagen von Nägeln wurde um 1000 gleichzeitig mit einer Bitte um einen guten Verlauf des weiteren Weges verbunden. Die Butterjungfer war eine mannshohe Spitzsäule, die am Kreuzweg zwischen Gorsleberbleek - Wunne mit dem Kohlweg stand. Ersterer Weg ist seit der Separation nicht mehr vorhanden. Er ging halbwegs zwischen dem Johannishof und dem Ochsenkopf in Quedlinburg südlich auf Rieder zu und führte in Rieder auf der Verlängerung der jetzigen Quedlinburger Straße hinein. Der Kohlweg kreuzte etwa auf der Höhe des Chausseehauses die jetzige Straße nach Quedlinburg und führte weiter nach Quarmbeck. Auf der Karte von Raabe aus dem Jahre 1811-13 war die "Butterjungfer't noch dargestellt. Die Gorsleber Bleek" war ursprünglich eine etwas über dem angrenzenden Weg erhöhte langgestreckte Grasfläche von etwa vier Morgen, die ehemals eine Freistätte für entsprungene Soldaten war. Sie galt aber auch als Freistatt für allerlei Verfolgte. Um das nahe Asyl anzuzeigen, war auf dem Kohlweg an der Wunne der Stein, die sogen. Butterjungfer, aufgestellt.